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Automatische Gesichtserkennung am Mainzer Hauptbahnhof

Permalink 06/28/07 03:17:10 pm, by admin Email , 363 words, 530 views   de-DE
Categories: Zutrittskontrolle, Biometrische Zutrittskontrolle, Gesichtserkennung, Vermischtes

Automatische Gesichtserkennung am Mainzer Hauptbahnhof

Link: http://maxob.info/index.php/Zutrittskontrolle/2007/06/28/biometrie_gesichtserkennung_pilotprojekt

Das Pilotprojekt am Mainzer Hauptbahnhof, an dem die Firmen
L1-ID
(ehem. ZN-Face - Viisage unter dem Dach von Bosch Sicherheitstechnik, sowie die Biometrie-Spezialisten Crossmatch und Cognitecmit ihren Infrarotkameras und Biometrielösungen zur Video-Überwachung auf dem Prüfstand stehen, ist natürlich ein aktuelles Thema in der Branche. Die Ergebnisse dieser Feldstudie, die vom BKA durchgeführt wird, werden bereits sehnsüchtig erwartet. Das genannte Ziel, neben der einfachen Identifizierung einer Person, abweichendes Verhalten und Bewegungsabläufe aus einer Menge herauszufiltern, um Bedrohungen frühzeitig zu erkennen und abzuwehren, klingt heute äußerst visionär und scheint ein bisschen weit hergeholt. Da wartet man doch lieber auf den Ganzkörper-MRT im Türrahmen, der böse Absichten über die Magnetresonanz von Herz und Hirn scannt und erkennt. Wenn aber die automatische Gesichtserkennung zuverlässig funktioniert, wird das Fangen von Klein- und Kleinstkriminellen, von denen man ein Vergleichsbild hat, also bei allen registrierten Bürgern mit einem biometrietauglichem Foto im neuen Personalausweis, im Fahndungsfall einfacher. Vor allem die Dummen oder diejenigen, die meinen, sie hätten nichts getan, sind dann ganz schnell gefunden. Ein noch viel größeres Potential für unseren Staat und Deutschland als Exportweltmeister steckt in der automatischen Ermittlung, Zustellung und Abbuchung im Falle einer Ordnungswidrigkeit, wie man es von Sandra Bullock und Silvester Stallone bereits vorgespielt bekam. Die berühmte Alberto-Methode, mit der man sich aus der ein oder anderen Knöllchen-Bedrohung retten konnte, gehört dann der Vergangenheit an, wenn die Infrarotkameras der Mautüberwachung auf der Autobahn das Drängeln mit dem Wagen vom Chef nebst Fahrergesicht festhält. Und was ließe sich an visionären Projekten in der Wirtschaft mit der als zu unzuverlässig geltenden automatischen Gesichtserkennung verkaufen und realisieren? Kaufhäuser, Shopping-Tempel und Stadien hätten endlich die lang erhoffte Entlastung bei der Führung ihrer Hausverbotslisten durch die vollautomatische Gesichtskontrolle. Auf Zugangssperren könnte dagegen in vielen Bereichen vielleicht wieder verzichtet werden. Einst kunden- und bürgerfreundliche Häuser, die heute nur noch über bedrohliche Sicherheitstüren, Drehsperren und Drehkreuze ihren Schützlingen den Zugang (und Ausgang) erlauben, gleichen immer mehr einem Hochsicherheits-Gefängnis, schützen Mitarbeiter vor Kunden und Kunden vor Mitarbeitern.

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